Cyberkriminelle, die die sogenannte „Spray-and-Pray“-Taktik anwenden, geben sich gerne als bekannte Marken aus. Vor allem solche mit einem riesigen Kundenstamm.
Amazon hatBerichten zufolge rund 310 Millionen aktive Kunden, sodass das Unternehmen zweifellos als eine Marke gilt, die es wert ist, imitiert zu werden. Das zeigt sich auch an der schieren Menge an Betrugsfällen, bei denen der Name des Unternehmens missbraucht wird.
Betrugsfälle durch die Übernahme von Amazon-Konten (ATO) waren während der Weihnachtszeit zahlreich und sind nach wie vor aktuell. Die Betrüger haben den SMS-Betrug mit dem Vorwand „Produktrückruf aus Sicherheitsgründen“ nun auf E-Mails ausgeweitet.
Die gefälschte Rückrufmitteilung ist einer der beliebtesten Köder von Betrügern, über den wir bereits in der Vergangenheit berichtet haben.

Der Aufhänger einer aktuellen E-Mail-Kampagne ist derselbe: Ein von Ihnen gekaufter Artikel entspricht nicht den Sicherheits- oder Qualitätsstandards.
Die britische Zeitung „Mirror“ berichtete über E-Mails, in denen es hieß:
„Sehr geehrter Kunde, wir möchten Sie darüber informieren, dass ein Artikel aus Ihrer Bestellung vom März 2026 aufgrund eines Konstruktionsfehlers, der ein potenzielles Sicherheitsrisiko darstellen könnte, zurückgerufen wird. Wir entschuldigen uns für etwaige Unannehmlichkeiten und danken Ihnen für Ihre umgehende Reaktion auf diese wichtige Sicherheitsangelegenheit. Vielen Dank für Ihr anhaltendes Vertrauen in Amazon.“
Wenn man dem Link folgt, gelangt man auf eine gefälschte Anmeldeseite, die darauf ausgelegt ist, den Amazon und das Passwort zu stehlen.
Diese Nachrichten sind bewusst vage gehalten, was die Art des Produkts oder den genauen Grund für den Rückruf betrifft. Je weniger konkret sie sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass jemand denkt: „Das könnte mich betreffen.“ Wenn Sie kürzlich etwas bei Amazon bestellt haben, fallen Sie eher darauf herein.
So vermeiden Sie, auf Amazon hereinzufallen
- Sollten Sie eine Rückrufbenachrichtigung erhalten, klicken Sie bitte auf keinen Fall auf darin enthaltene Links. Rufen Amazon stattdessen direkt die Amazon oder geben Amazon die Website in Ihren Browser ein. Sehen Sie dann im Nachrichtencenter Ihres Kontos nach. Dort Amazon alle seriösen Nachrichten von Amazon angezeigt.
- Falls Sie darauf hereingefallen sind, ändern Sie sofort Ihr Amazon sowie alle anderen Passwörter, bei denen Sie dieses verwenden. Überprüfen Sie Ihre Kontoauszüge auf unbekannte Abbuchungen und wenden Sie sich umgehend an Ihre Bank, falls Ihnen etwas verdächtig erscheint.
- Aktivieren Sie in den Einstellungen Ihres Amazon die Zwei-Faktor-Authentifizierung.
- Melden Sie den Betrugsversuch Amazon bei Amazon , unabhängig davon, ob Sie darauf hereingefallen sind oder nicht.
- In den USA leiten Sie betrügerische SMS an die Nummer 7726 (SPAM) weiter oder nutzen Sie die Option „Als Spam melden“. E-Mails melden Sie bitte in Ihrem Posteingang als Spam.
- Installieren Sieeinen Webschutz, der Sie vor Phishing-Seiten, Kartenskimmern und anderen Gefahren warnt, die zum Diebstahl Ihrer Daten führen könnten.
Betrüger nutzen manchmal Informationen, die sie online gefunden haben, um ihre Betrugsnachrichten individuell anzupassen. Überprüfen Sie mit unserem kostenlosen„Digital Footprint“-Scanner, welche Informationen über Sie bereits im Internet zu finden sind, und löschen oder ändern Sie so viele davon wie möglich.
Profi-Tipp: Mit Malwarebytes Guard kannst du Betrugsversuche erkennen und erhältst eine Anleitung, wie du weiter vorgehen solltest.
Stimmt da etwas nicht? Überprüfen Sie es, bevor Sie klicken.
Mit Malwarebytes Guardkönnen Sie verdächtige Links, Texte und Screenshots sofort überprüfen.
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