CERT Polska warnt davor , dass Angreifer aktiv eine Reihe kritischer MikroTik RouterOS-Schwachstellen ausnutzen, um die Kontrolle über mit dem Internet verbundene Router zu erlangen.
Obwohl die Warnung vom polnischen nationalen Cybersicherheitsteam stammt, werden MikroTik-Router weltweit, auch in den USA, verkauft. Die Sicherheitslücken können Nutzer überall betreffen, wenn auf ihrem Router eine anfällige Version von RouterOS läuft und dessen SSH-Fernverwaltungsdienst aus dem Internet erreichbar ist.
Angreifer nutzen zwei Schwachstellen aus, die zusammenfassend als „MikroTrick“ bezeichnet werden, um die vollständige Kontrolle über anfällige Geräte zu erlangen, so CERT Polska.
Ein kompromittierter Router ist besonders gefährlich, da er sich am Rand Ihres Netzwerks befindet. Ein Angreifer kann möglicherweise DNS- Einstellungen ändern, Datenverkehr umleiten oder abfangen, Fernzugriffstunnel erstellen, Firewall-Regeln manipulieren oder das Gerät als Ausgangspunkt für Angriffe auf andere Geräte im Netzwerk nutzen.
Zwei der sechs bekannt gewordenen Schwachstellen bilden die sogenannte MikroTrick-Sicherheitslücke. Die erste, CVE-2026-67276 , ist eine Schwachstelle, die die SSH-Authentifizierung bei der Verarbeitung öffentlicher RSA-Schlüssel umgeht. Die zweite, CVE-2026-86060 , ist eine Schwachstelle zur Rechteausweitung durch einen speziell präparierten Benutzernamen im SSH-Anmeldeprozess.
Vereinfacht gesagt, ermöglicht die erste Schwachstelle Angreifern den Zugang ohne Passwort, und die zweite erlaubt es ihnen, sich selbst zum Administrator zu machen.
SSH (kurz für Secure Shell) ist ein Netzwerkprotokoll, das verschlüsselte Verbindungen zwischen Computern für einen sicheren Fernzugriff herstellt.
CERT Polska hat die Warnung herausgegeben, weil die gepatchten RouterOS-Pakete bereits öffentlich sind und ihre vergleichende Analyse es der Community ermöglicht hat, einige der Fehler, die sie beheben, zu rekonstruieren.
Wie man sicher bleibt
Besitzer von MikroTik-Routern sollten das neueste RouterOS- Sicherheitsupdate so schnell wie möglich installieren. Nutzen Sie dazu den Update-Mechanismus Ihres Routers oder laden Sie das entsprechende Paket direkt von MikroTik herunter. Die Update-Option finden Sie unter „Nach Updates suchen“ .
Sie sollten außerdem den öffentlichen Zugriff auf die Verwaltungsfunktionen des Routers unterbinden. Stellen Sie sicher, dass SSH nicht aus nicht vertrauenswürdigen Netzwerken erreichbar ist. Falls eine Fernadministration erforderlich ist, beschränken Sie den Zugriff auf bekannte IP-Adressen.
Fernverwaltung sollte die Ausnahme und nicht die Regel sein. MikroTrick zeigt, dass ein starkes Passwort allein ein Gerät nicht vor einer Authentifizierungs-Bypass-Schwachstelle schützen kann.
MikroTik hat einen Erkennungsmechanismus hinzugefügt, der die Konfiguration beim Start auf bestimmte Anzeichen unautorisierter Änderungen überprüft. Werden solche gefunden, deaktiviert RouterOS die erkannten verdächtigen Einträge und setzt die Geräteeinstellungen entsprechend. Markiert Status zu JaAdministratoren können dies überprüfen mit /system/device-mode/print.
RouterOS schränkt mehrere potenziell missbrauchbare Funktionen ein, solange das Gerät markiert ist. MikroTik betont jedoch, dass die vollständige Konfiguration des Routers trotzdem überprüft werden muss, bevor die Markierung entfernt wird.
Von der Meldung von Bedrohungen bis zu deren Beseitigung.
Cybersecurity-Risiken sollten nie über eine Schlagzeile hinausgehen. Laden Sie noch heute Malwarebytes herunter, um Bedrohungen von Ihren Geräten fernzuhalten.




