Vertraue diesem „FBI-Agenten“ in deinen Direktnachrichten nicht

| 21. Juli 2026
Gefälschte IC3-Konten des FBI

Das Internet Crime Complaint Center (IC3) des Federal büro Investigation (FBI) warnt davor, dass Betrüger sich büro sozialen Medien und in Messaging-Apps als büro ausgeben und dabei gezielt Personen ins Visier nehmen, die bereits Opfer von Cyberkriminalität geworden sind.

Das FBI hat bereits in der Vergangenheit ähnliche Warnungen herausgegeben, doch Betrüger, die sich als IC3-Mitarbeiter und FBI-Agenten ausgeben, entwickeln ihre Maschen ständig weiter und finden immer neue Opfer.

Die bekanntesten dieser Betrugsmaschen sind die sogenannten „Recovery-Scams“, die mit FBI-Logos und -Markenzeichen versehen sind, wodurch sie weitaus überzeugender wirken.

Facebook wie das unten gezeigte – und ja, ich habe es gemeldet – mit ebenso gefälschten Bewertungen nutzen Menschen aus, die bereits Opfer eines Betrügers geworden sind.

Gefälschtes IC3 Facebook

„Wurden Sie betrogen oder hintergangen? Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Wenn Sie Opfer von Online-Betrug, Anlagebetrug, Krypto-Betrug, Liebesbetrug oder nicht autorisierten Transaktionen geworden sind, steht Ihnen Reliable Scam Recovery Inc. gerne zur Seite, um die Rückforderung Ihrer verlorenen Gelder zu unterstützen.

Unser erfahrenes Team für die Rückgewinnung arbeitet eng mit den Betroffenen zusammen, um Betrugsfälle zu untersuchen, Transaktionen zurückzuverfolgen und sie während des gesamten Rückgewinnungsprozesses vertraulich und professionell zu begleiten.

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Die Betrüger setzen darauf, dass sich die Opfer verzweifelt und beschämt fühlen. Sie haben keinerlei Skrupel, sie erneut auszubeuten.

Der Beitrag enthält viele der Warnzeichen, vor denen das IC3 warnt. Sehr vage, aber vertrauenerweckende Behauptungen: „erfahrenes Rückholteam“, „professionelle Fallbewertung“, „sichere und vertrauliche Unterstützung“ – all das klingt beeindruckend, liefert aber keine überprüfbaren Details. Allgemeine Versprechungen wie „Betrugsaktivitäten untersuchen“ und „Transaktionen zurückverfolgen“ suggerieren besondere rechtliche oder technische Befugnisse, doch das FBI warnt davor, dass Betrüger ähnliche Versprechungen machen, um ihre Opfer davon zu überzeugen, dass sie es mit autorisierten Ermittlern zu tun haben.

Sie richten nicht nur gefälschte IC3-Konten ein, sondern überwachen auch die sozialen Medien auf Beiträge von Opfern, in denen diese angeben, einen Betrugsfall beim FBI gemeldet zu haben, und geben sich dann als Ansprechpartner des FBI aus, die die Angelegenheit weiterverfolgen.

Sollten die Opfer weiterhin skeptisch bleiben, erstellen die Betrüger unter Umständen Videos, in denen hochrangige FBI-Beamte oder andere bekannte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zu sehen sind, die die Opfer dazu auffordern, ihren Fall über einen bestimmten Link einzureichen, „um die Rückerstattung zu beschleunigen“. Nach Angaben des FBI nutzen Kriminelle zunehmend durch KI erzeugte deepfake und Videomaterialien, um diese Nachrichten authentisch wirken zu lassen.

Wie man sicher bleibt

Denken Sie vor allem daran, dass das IC3 keine offizielle Präsenz in den sozialen Medien hat, keine Straftaten über soziale Medien untersucht und Opfer niemals direkt kontaktieren wird, um Gelder zurückzuerhalten.

Wie es auf der IC3-Homepage heißt:

„Das IC3 arbeitet nicht mit Einrichtungen zusammen, die nicht zu den Strafverfolgungsbehörden gehören, wie beispielsweise Anwaltskanzleien oder Kryptodienstleister, um verlorene Gelder zurückzuerhalten oder Fälle zu untersuchen. Das IC3 wird Sie niemals direkt kontaktieren, um Informationen oder Geld zu erbitten.“

Wenn also unmittelbar nachdem Sie öffentlich gepostet haben, dass Sie Opfer einer Straftat geworden sind oder beabsichtigen, sich beim FBI zu melden, ein „Agent“ in Ihren Direktnachrichten (DMs) auftaucht, sollten Sie davon ausgehen, dass es sich um einen Betrüger handelt, bis dies unabhängig überprüft wurde. Hier noch ein paar weitere Tipps:

  • Zahlen Sie niemals im Voraus: Seriöse Behörden verlangen niemals eine Vorauszahlung, um gestohlenes Geld zurückzuerhalten.
  • Ignorieren Sie unaufgeforderte Behauptungen: Seien Sie äußerst misstrauisch gegenüber Personen, die sich aus heiterem Himmel bei Ihnen melden und behaupten, sie könnten einen früheren Betrug rückgängig machen.
  • Geben Sie Ihre Zugangsdaten niemals weiter: Gewähren Sie unbekannten Dritten keinen Fernzugriff auf Ihr Gerät und geben Sie Ihre Passwörter und Wiederherstellungsphrasen nicht weiter.
  • Geben Sie keine Ausweisdaten oder Finanzdaten weiter. Betrüger können diese für Identitätsdiebstahl oder weitere Betrugsdelikte missbrauchen.
  • Nutzen Sie Überprüfungstools: Wenn Sie eine verdächtige E-Mail, Nachricht oder einen verdächtigen Anruf erhalten, können Sie deren Echtheit mit Tools wie Malwarebytes Guard überprüfen.
  • Betrüger melden: Wenn Sie oder jemand, den Sie kennen, Opfer dieses Betrugs geworden sind, reichen Sie bitte eine Beschwerde beim IC3 unteric3.gov ein. 

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Über den Autor

Pieter Arntz

Malware-Forscher

War 12 Jahre in Folge Microsoft MVP im Bereich Verbrauchersicherheit. Spricht vier Sprachen. Riecht nach edlem Mahagoni und ledergebundenen Büchern.